Wie alles begann - BeSteady One

Ein Erfahrungsbericht von Johannes Figura, New Media AV 

 

Steadycams sind seit Mitte der 70er in der Film und Video Branche etabliert und aus heutiger Sicht auch nicht mehr wegzudenken. Das System ist dabei seit jeher das Gleiche: Die Kamera wird auf einen gefederten Carbon/Metall Arm montiert, welcher mittels einer Weste mit dem Operator verbunden ist. Durch das Austarieren der Kamera mit Gegengewichten wird diese mechanisch immer im Gleichgewicht gehalten. 

 

Bei Brushless-Gimbal Stabilizer (dt. Servomotor unterstütztes Tragrahmen Stabilisierungssystem) wie der BeSteady One muss die Kamera zunächst auch austariert werden, allerdings geschieht dies ohne Gegengewichte. Die Erschütterungen werden zusätzlich noch an allen 3 Achsen durch Servomotoren ausgeglichen. Die wesentlich kompaktere Bauweise, die zusätzliche Unterstützung von Motoren und die Tatsache, dass der Operator nicht an das System gebunden ist, ermöglichen mit der BeSteady One nun völlig neue Kamerabewegungen, die zuvor schlichtweg nicht realisierbar waren. 

 

Im Singleoperator Mode der BeSteady One (bzw. auch Follow oder Majestic Mode genannt) bewegt ein Operator die Kamera. BeSteady analysiert dabei in Echtzeit die Bewegungen des Kameramanns und übersetzt diese dann in verwacklungsfreie, „fliegende“ Bewegungen. 

 

Im Two-Person-Mode der BeSteady One trägt ein Operator das Gimbal, während ein zweiter Operator mittels Fernbedienung & einem Wireless Video Transmitting System das Framing übernimmt. Damit sind auch unter widrigsten Umständen sehr schnelle und zugleich weicheste Kamerafahrten mit der BeSteady One möglich. 

 

 

DIE BESTE PERFORMANCE AUF DEM MARKT - BeSteady One

 

Die Hersteller dieser neuen Art von Steadycam Systemen schießen seit Frühjahr letzten Jahres wie Pilze aus dem Boden. Jeder möchte auf der Welle mitschwimmen, denn die Technik ist eigentlich kein großes Geheimnis und schon seit Jahren aus der Rotocopter Technik bekannt. Warum also BeSteady? Was macht BeSteady besser als seine Konkurrenten? 

 

Kein anderes System auf dem Markt analysiert und reagiert so schnell wie BeSteady. Dadurch sind sehr schnelle Bewegungen möglich, die die übrigen Systeme der Konkurrenz in die Knie zwingen. 

 

Der Operationsradius von BeSteady umfasst volle 90° in alle Richtungen, so kann die Kamera senkrecht nach oben gehalten werden (bei den anderen Herstellern ist bei ca. 75° Schluss). Die Performance ist sogar so gut, dass BeSteady als einziges System auf dem Markt kopfüber im sogenannten "Inverted Mode" betrieben werden kann. So lässt sich das System ohne großen Kraftaufwand in Schulter bzw. Oberarmen steuern und setzt sich so in Punkto Handling & Komfort deutlich von seinen Konkurrenten ab. 

 

Als einziges System auf dem Markt kann bei BeSteady der Follow Mode auch auf die Roll Axis, also die Z-Achse, ausgeweitet werden. Das bedeutet, die Kamerabewegungen müssen nicht zwangsweise parallel zum Horizont sein, sondern können auf Wunsch auch nach links oder rechts geneigt werden. Das System BeSteady One erkennt dabei was Erschütterungen sind und was gewollte Bewegungen sind. 

 

In der eigens Entwickelten Software (Windows & Mac) stellt man Konfiguration und Performance spielend leicht ein und überträgt diese mittels Bluetooth oder USB binnen 2 Sekunden auf das Gimbal. Die Settings können auch in mehreren Presets abgespeichert werden. Eine App für iOS und Android für BeSteady One ist gerade in der Entwicklung. 

 

Die Entwickler haben als einziger Hersteller bereits nötige Steuerungskomponenten für die Verwendung eines on Board Schärferades bzw. Funkschärfen in das Gimbal integriert. Genauso wie eine Steuereinheit die über einen optionalen Joystick vom Operator selbst angesprochen werden kann (besonders nützlich in Situationen, bei denen man die Kamera weiter bewegen möchte, obwohl dies aber z.B. aus platztechnischen Gründen nicht mehr möglich ist). Diese Features machen BeSteady alleine schon im Singleoperator Mode zur unangefochtenen Referenz. 

 

Anders als bei vielen anderen Herstellern ist es bei BeSteady kein Problem, die Handgriffe vom eigentlichen „Brain“ (der Stabilisierungseinheit) zu trennen und das Gimbal so auf einem Kran oder an einem Helikopter zu befestigen. Die Handgriffe sind zudem auch noch in 90° Schritten drehbar, sodass sie für jegliche Situation in die richtige Position gebracht werden können. 

 

Mit einem Akku kann BeSteady, je nachdem wie sehr man das System in die physikalischen Extreme treibt, zwischen 60-90 min betrieben werden. 

 

DIE MODELLE BeSteady

 

BeSteady One für eine Gesamtbelastung bis 2 Kilogramm 


Geeignet für DSLR und Systemkameras wie Blackmagic Pocket Cinema Camera, Canon 5D & Panasonic GH3

 

BeSteady FOUR für eine Gesamtbelastung bis 6 Kilogramm 


Geeignet für größere Kameras wie Blackmagic Design Cinema Camera, RED Epic/Scarlett, Sony PMW-F5/55, Sony Nex-Nex FS100/700 & Canon EOS C100/300/500.

 

DER PREIS BeSteady

 

BeSteady One empf. VK 3000 EUR + MwSt.

 

BeSteady FOUR empf. VK ca. 6000 EUR + MwSt. 

 

Die Grundausstattung der BeSteady umfasst:



Die Stabilisierungseinheit, die Carbon Handgriffe, 2 Batterien + Charger und ein BeSteady Custom Peli Case das „Brain“ alleine (ohne Carbon Handgriffe) ist jeweils 600 EUR günstiger. VK für die Remote für den Two-Person-Mode liegt bei 150 EUR + MwSt. 

 

Zusätzliche Accessoires wie das Wireless Video Transmitting System von Paralinx oder externe Monitore von Lilliput können auch direkt über BeSteady bezogen werden.