Pro Tools Carbon im Studio

26. Februar 2021  |  Quelle: Quelle: SMM GmbH • München • Berlin • Köln • Rhein/Main  |  

Avid Pro Tools | Carbon - TONEART-ShopAvid Pro Tools | Carbon - TONEART-Shop

Ein Interview mit Thomas Zeitz von TONEART

Am 12. November letzten Jahres hat Avid per Webcast das neue Pro Tools | Carbon das erste mal der Öffentlichkeit präsentiert.

Seit Anfang 2021 liefert SMM jetzt die neue Hardware aus und die ersten Studios arbeiten bereits mit Pro Tools | Carbon, nutzen die neue Hybrid Engine und die moderne onBoard DSP Architektur.

Wir haben mal nachgefragt was Pro Tools | Carbon für die Produktion so attraktiv macht und uns mit einem der ersten Anwender, Thomas Zeitz von TONEART im wunderschönen Augsburg zu einem Interview getroffen.

Thomas Zeitz, Geschäftsführer ToneartThomas Zeitz, Geschäftsführer Toneart

Thomas Zeitz, Geschäftsführer Toneart: TONEART Regie mit Pro Tools Carbon und Avid Dock

SMM, Mike Hofer (Mike): Thomas, TONEART ist seit vielen Jahren in der Audio Produktion tätig, erzähl uns doch mal was Ihr so macht.

Thomas Zeitz (Thomas): Seit Mitte der 90er Jahre produzieren wir Funkwerbespots, Kinospots und Imagefilme. Während des Lockdowns haben wir zwar auch Funkspots für lokale und überregionale Sender produziert, jedoch aufgrund des geschlossenen Einzelhandels auf etwas kleinerer Flamme. Wir haben die Gelegenheit dann genutzt, unsere Onlineradios wie „DJ IN THE MIX“ auszubauen.

Mike: Unterscheiden sich denn die technischen Anforderungen bei der Produktion von Radio-Spots, Livestream-Applikationen oder Video- und Audio-Podcasts?

Thomas: Während des ersten Lockdowns waren vor allem professionelle Video-Livestreams gefragt und während ein Livestream weitgehend unbearbeitet On Air geht, wird für das bearbeitete Endprodukt oftmals viel Aufwand betrieben. Audiosignale werden in diesem Arbeitsgang so nachbearbeitet daß der Sound auf allen Plattformen perfekt rüberkommt. Maß aller Dinge ist hier neuerdings tatsächlich das Smartphone, das verwenden wir dann oft auch als „Abhöre“, einfach weil es das derzeit meistgenutzte Tool zur Konsumierung digitaler Medien ist.

Mike: Du hast lange Jahre mit einem USB Audio-Interface gearbeitet und bist erst vor kurzem auf Pro Tools | Carbon umgestiegen - was hat sich hierdurch in Deinem Produktionsalltag verändert ?

Thomas:Da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, im Grunde hat sich bis auf das Arbeiten in Pro Tools fast alles geändert. Ich muss nicht mehr an verschiedenen Geräten hantieren, kann alles in der Session einstellen, speichern, aufrufen, automatisieren - das ist schon ein großer Vorteil im Produktionsalltag. Besonders beeindruckt war ich aber vom Sound. Aus dem Bauch raus würde
ich sagen, alles klingt um 30% besser, offener, druckvoller und irgendwie auch dreidimensionaler. Das hätte ich jetzt so nicht erwartet.

"Aus dem Bauch raus würde ich sagen, alles klingt um 30% besser“

Mike: Und das mit Deinen bestehenden Lautsprechern und Mikros?

Thomas: Ja, ich war selber überrascht wie gut mein Neumann Mikro klingt, das ist echt sensationell.

Mike: Wie gefällt Dir das Handling mit integriertem Talkback, Monitoring und HP Mix?

Thomas: Es ist natürlich schon genial wenn man direkt in der Pro Tools Software im Channel den Kopfhörermix machen kann und eben nicht ständig noch eine separate Software oder ein externes
Pult bedienen muss. Das hat uns früher doch viel Nerven und Zeit gekostet was vor allem jetzt so im Vergleich bemerkbar macht.

Herzstück: Carbon im TONEART Studio
DSP onBoard: Keine Latenz bei der Aufnahme

Inklusive: Pro Tools und viele plug-ins

Anschluß: Ganz einfach via Netzwerk/AVB

Mike: Du hast mit Pro Tools | Carbon jetzt ja auch DSP „unter der Haube“, wie macht sich das denn im Alltag bemerkbar?

Thomas: Also eigentlich macht es sich dadurch bemerkbar daß man es quasi gar nicht bemerkt. Ich aktiviere einfach den DSP Moduls per klick auf das Flash-Icon und sende meinen fertigen Kopfhörermix rüber in die Aufnahme. Über Latenz muss ich mir keinen Kopf mehr machen und kann auch während der Aufnahme mit Plug-ins hantieren wie ich mag.

"Über Latenz muss ich mir keinen Kopf mehr machen und kann auch während der Aufnahme mit DSP Plug-ins hantieren wie ich mag."

Mike: Arbeitest Du auch mit kompletten Session Templates?

Thomas: Ja klar. Heute hat keiner mehr Zeit, um jedesmal vor einer Produktion ein Setup einzurichten. Da heißt es „Doppelklick und loslegen“. Vorher war das eher umständlich und mit Carbon geht das definitiv schneller, weil auch die ganze Kopfhörer/Talkback Logik integriert ist. Ich speichere auch Plug-in Einstellungen und ganze Channels mit allen Plug-ins als Track-Preset und hol mir die bei Bedarf einfach wieder in die Session. Genau so muss das sein.

Mike: Du hast Dein Pro Tools | Carbon direkt in Reichweite am Platz stehen, wie gefällt Dir denn die Bedienung am Frontpanel?

Thomas: Carbon ist sehr kompakt und steht in Reichweite direkt hinter unserer Pro Tools-Tastatur unter dem Computer-Monitor. Die Regler sind alle sehr intuitiv bedienbar. Das Pannel selbst macht einen sehr professionellen und hochwertigen Eindruck, ist leise und ist solide verarbeitet. Jedoch sollte sich der Producer daran gewöhnen, dass sich der On / OFF Power-Button am Panel etwas abgesetzt links befindet, der kann im Eifer des Gefechtes schon mal versehentlich gedrückt werden. Beim Arbeiten mit ProTools ändert sich bis auf die Hybrid Engine natürlich nichts.

Mike: Wie gut passt denn Dein neuer Mac zu Pro Tools | Carbon?

Thomas: Für mich ist das die perfekte Kombination. Der kleine Mac mini ist kompakt, hat genug Leistung und verarbeitet jedes angelieferte Format. Ich musste noch nie was langwierig
konvertieren, egal was ich bisher angeliefert bekommen habe.

Mike: Klingt ganz so, als würde Dir das Arbeiten mit Carbon richtig Spaß machen!?

Thomas: Absolut - wenn ich das hier sage klingt es natürlich irgendwie immer als ob ich das jetzt sagen müsste, aber es ist wirklich so - das Handling ist einfach, mein/e SprecherIn, Sänger/in, MusikerIn ist happy, alles geht ruck zuck und .. es klingt viel besser. Das mach definitiv Spaß!

Mike: Vielen Dank Thomas

Thomas: Gerne

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